Leserbriefe
Pressebericht
Die Unabhängigen Schrobenhausener e.V.
Pressebericht Petitionsabschluss vom 13.11.2017 Bereitschaftspraxen belasten den Beitragszahler Mit der geplanten und wohl entschiedenen Änderung zur Einführung von Bereitschaftspraxen ab März 2018 und der gleichzeitigen Abschaffung der bisherigen Regelung einer funktionierenden ärztlichen Notdienstbereitschaft in Schrobenhausen, ruft der DU e.V. den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages zur Prüfung der geplanten Änderung auf. Die Unterstützung dieser Eingabe haben in der drei monatigen Auslegung 260 Personen mittels Unterschrift bekräftigt. Der Antrag samt Unterschriften wurde an die Gesundheitsministerin Melanie Huml sowie an den Bayerischen Landtag weitergereicht. Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags bzw. der zuständige Fachausschuss hat nun die Eingabe zu prüfen und eine Empfehlung an die Fachbehörde auszusprechen. In den Pilotregionen, in denen die neue Regelung durch die Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) bereits eingeführt worden ist, werden den Bürgern und Beitragszahlern in KVB Presseberichten nur positive Erkenntnisse dargestellt, obwohl dem nicht so ist. Erst kürzlich hat das Norddeutsche Fernsehen NDR 3 in einem Erfahrungsbericht aufgezeigt, dass diese Regelung zu Lasten der Bürger und Beitragszahler sowie der Krankenhäuser geht. Der DU e. V und viele Bürger können diese Beurteilung deshalb nicht nachvollziehen. Viele Bürger werden wohl  nicht den weiten Weg zur Bereitschaftspraxis wählen, sondern den einfachen Weg ins Krankenhaus, ob stationär oder auch ambulant. Es stellt sich überhaupt die Frage, ob diese Regelung einen Sinn ergibt, wenn sie nur in der Zeit von 18:00 bis 23:00 oder auch nur bis 22:00 Uhr wie in einigen Bereitschaftsregionen greift. In der übrigen Zeit ist sowieso der Notdienst im Krankenhaus aufzusuchen. Notdienst Einschränkung für den Bürger von Schrobenhausen mit Umland Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern KVB erlaubt sich wieder einmal den Rotstift im Wahlbezirk des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer anzusetzen. Die Schrobenhausener Zeitung informierte den Leser über die geplante Änderung der  Kassenärztliche Vereinigung Bayern KVB zur Abschaffung des funktionierenden Notdienstes in Schrobenhausen bis März 2018. Der KVB entschied am grünen Tisch nach Zahlen und Kosten durch Festlegung einer Bereitschaftsdienststruktur in der Schrobenhausen nicht mit einer Bereitschaftsdienstpraxis bedacht wurde. Diese fragwürdige Entscheidung (warum wurde Aichach bedacht wo Friedberg und Augsburg im dessen Nahbereich liegen) wurde bereits im vergangen Jahr getroffen. Im Schrobenhausener Rathaus ist dies seither bekannt. Es ist sehr schade, dass dies dem Bürger nicht mitgeteilt wurde. Der Bürger sprich Patient wurde durch das lange Stillhalten vor vollendete Tatsachen gestellt. Bürgernähe sieht nach unserer Meinung anders aus. Andere Regionen wie z.B. Miltenberg konnten schon im Dezember reagieren und einen guten Gegenvorschlag der KVB vorlegen. Der Plan der KVB mutet dem Patienten sprich überwiegend alte Menschen sowie Kinder, dass diese zu jeder Jahreszeit bzw. Witterung (Schnee Glatteis, Nebel) bis zu 25 km zur nächsten überfüllten Bereitschaftspraxis fahren oder gebracht werden. Das gilt nicht in der Zeit von 23:00 – 8:00 Uhr, in diesem Zeitraum hat der Patient den Bereitschaftsdienst im Krankenhaus aufzusuchen. Betrachtet man die Tatsache, dass Schrobenhausen ein Mittelzentrum mit einem großen Einzugsgebiet ist, werden an normalen Wochenendtagen 50-80 Patienten in die Sprechstunden durch den Bereitschaftsdienst ärztlich versorgt. Des weiteren kann es wohl nicht angehen, dass Schrobenhausener Hausärzte nach Eichstätt zum Bereitschaftsdienst eingeteilt werden. Diese Fakten unterstreichen die Notwendigkeit, dass wir in Schrobenhausen den bisher funktionierenden Notdienst weiter benötigen, oder in Schrobenhausen selbst eine eigene Bereitschaftsdienstpraxis im Kreiskrankenhaus zu installieren ist um es somit aufzuwerten. Die Kassenärztliche Vereinigung wäre gut beraten, dafür zu sorgen, dass Schrobenhausen mit den wichtigsten Fachärzten versorgt wird und nicht künstlich weitere Probleme zu schaffen die der Patient auszusitzen hat. Wir die Bürger sind jetzt gefordert sich zu wehren. Keine weiteren Streichorgien für das Mittelzentrum Schrobenhausen hinzunehmen! Zudem ist die Politik gefordert. Die gewählten Volksvertreter sind aufgerufen ihren Wahlauftrag nachzukommen und sich für den Bürger der ländlichen Region und deren Sorgen und Nöten anzunehmen. Schrobenhausen muss endlich aufwachen, es geht um die Erhaltung und Zukunft unsere Heimat. August 2017 zurück zur Startseite